STOPP-Regel

… – bei STOPP ist Schluss!!!

Was ist die Stopp-Regel?

Die Stopp-Regel ist eine Hilfe für den Umgang der Kinder untereinander.

Bei Beleidigung, körperlicher Gewalt, Wegnehmen von Eigentum Anderer oder Verfolgung auf dem Schulgelände, im Schulgebäude und in der Sporthalle kann jedes Kind und jede Lehrperson sie anwenden.

Informationen zur STOPP-Regel:

1. Mit der STOPP-Regel können Schüler ihre Grenzen selbst definieren. 

Sie erlaubt Schülern sich auf konstruktive Weise abzugrenzen und sie fördert den Respekt vor den Grenzen der anderen. Kinder und Jugendliche sollten Spaß haben. Sie dürfen kämpfen, rangeln und necken, Grenzen testen, frech und witzig sein. Aber nur, solange es beiden Seiten Spaß macht und niemand dabei zu Schaden kommt. Da die Schüler ihre Grenzen selbst bestimmen dürfen, müssen Sie nicht mehr die „Bestimmerin“ spielen, die entscheidet, was gut oder schlecht ist. Sie werden nicht mehr so oft in die Richterrolle gedrängt.

2. Die STOPP-Regel ist ein Kommunikationstraining.

Ziel dieses Trainings ist, dass Kinder und Jugendliche Nein sagen lernen und sich abgrenzen können und dass sie formulieren können, was sie ärgert, verletzt, kränkt, enttäuscht, stört, nervt und wütend macht.

3. Mit der STOPP-Regel können Schüler für einen gewaltfreien Ausgleich sorgen, wenn die definierte Grenze überschritten wird.

4. Schüler können nicht mehr als „Petzer“ hingestellt werden, wenn sie sich gegen Übergriffe zur Wehr setzen.

Da erst dann Lehrer eingeschaltet werden, wenn sich die andere Partei zweimal eindeutig über ein klares STOPP hinweggesetzt hat und genau weiß, was dann passiert, fehlt die Heimlichtuerei, die für das Petzen charakteristisch ist.

5. Die STOPP-Regel wirkt deeskalierend.

Da die Schüler nicht mehr zur Gewalt greifen müssen, um sich zu wehren, kommt es seltener zu einer Spirale von Gewalt und Gegengewalt. Die Zahl eskalierender Konflikte und schwererer Formen der Gewalt sinkt. Es kommt seltener zu Situationen, in denen Schüler sich unversöhnlich gegenüberstehen, weil der Konflikt schon lange andauert und die gegenseitigen Verletzungen so tief sind, dass keine Verständigung mehr möglich ist.

6. Lehrer müssen weniger Zeit in Konfliktlösungen investieren.

Die Schüler haben mit der STOPP-Regel ein „Werkzeug“ in der Hand, mit dem sie sich selbst um ihre Konflikte kümmern können.

7. Lehrer werden seltener als bequeme Streitschlichter „missbraucht“.

Sie bieten einem Schüler erst dann Ihre Hilfe an, wenn er die STOPP-Regel korrekt angewandt hat. Die Schüler können ihre Verantwortung nicht mehr so leicht an Sie abgeben.

8. Langatmige „Wer-hat-Recht-Spielchen“ werden verhindert.

Durch den Plausibilitätstest beim „Opfer“ erübrigt sich in der Regel die Nachfrage beim „Täter“. Dadurch sparen Sie sich nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch die anstrengende Beschäftigung mit den Schutzbehauptungen und den Leugnungs- und Rechtfertigungsstrategien der „Täter“.

Und das geht so:

1. Laut und deutlich folgendes sagen/rufen und dabei das vereinbarte Handzeichen (ausgestreckte, geöffnete Hand) machen:

„Stopp, ________________(wenn möglich mit Namen des Kindes). Ich möchte nicht, dass du …………………………..
(z.B.mich schlägst) “

2. Bei Wiederholtem Regelverstoß ein zweites und drittes Mal laut und deutlich „Stopp“ rufen mit Handzeichen

(möglichst vor Zeugen).

3. Wenn auch es auch nach dem 3. Mal zu keiner Besserung des Fehlverhaltens kommt, zum Lehrer/Betreuer

gehen und zu dem betreffenden Kind sagen: „Komm mit zum Lehrer!“

Der Lehrer/Betreuer wendet vereinbarte Maßnahmen an. Die Maßnahmen gelten für alle Kinder

gleichermaßen, die auf diese Stopp-Regel nicht reagiert haben und darüber wird nicht diskutiert.

Beim dreimaligen Verstoß gegen die STOPP-Regel auf dem Schulhof:

Das Kind meldet sich im Lehrerzimmer: „Ich habe gegen die Stopp-Regel auf dem Schulhof verstoßen und arbeite jetzt am Platz vor dem Lehrerzimmer.“

Das Kind erhält, je nach Jahrgangsstufe ein AB, dass in der Schule bearbeitet wird, ggf. zu Hause beenden, und von den Eltern abgezeichnet wird.

Weigert sich das Kind sich im Lehrerzimmer zu melden, wird es in der Klasse aufgefordert, für den Rest der Unterrichtsstunde in die parallele Lerngruppe zu gehen und dort zu arbeiten.