Singpause

„Gute Laune“ mit der Singepause an der Norbertusschule

„Guten Morgen Kinder“ – „Guten Morgen Frau Stolze“ – „Guten Morgen alle, die heute gute Laune haben“ – so erklingt singend der Morgengruß an jedem Donnerstag und Freitag ab 8.30 Uhr in der Klasse 3 (Dinoklasse) der Norbertusschule Arnsberg.

Bei der letzten Begrüßungsformel stehen die Kinder als Antwort sofort auf, denn gute Laune haben sie alle in der Singepause, die seit Beginn des Schuljahres zweimal wöchentlich für ca. 20 Minuten von Frau Stolze mit ihnen durchgeführt wird. In diesen 40 Minuten pro Woche werden mit den Kindern singend musikalische Grundkenntnisse, wie rhythmische Schulung, Stimm- und Gehörbildung, sowie ein breites Liederrepertoire erarbeitet.

Frau Stolze wurde in der zugrundeliegenden „Ward-Methode“ ausgebildet und kommt dazu als externe Fachkraft in die Norbertusschule. „Das ist das DO, sing und zeig“, so erklingt Frau Stolze. Die Kinder antworten singend in den Tonsilben „DO, RE, MI, FA, SOL etc, denn die Ward-Methode (entwickelt von der amerikanischen Musikpädagogin Justine Bayard Ward) arbeitet mit der „relativen Solmisation“, d.h., die Töne werden mit Tonsilben bezeichnet, während die Tonhöhe nicht absolut gesetzt ist. Das vorrangige Ziel der „Ward-Methode“ ist es, bei den Kindern wahre Freude und Begeisterung für das Singen und Musizieren zu wecken. Sie bietet Kindern eine grundlegende musikalische Bildung zur Entwicklung von gesunden, klangschönen Stimmen, musikalischer Selbständigkeit, innerer Klangvorstellung und eines stabilen Rhythmusgefühls. Alle Inhalte sind kindgerecht aufbereitet, es kommen somit z.B. auch Zauberstäbe, Zauberbälle, Rätsel, Flamingo- oder Erbsenzählspiele zum Einsatz.

Das Bemerkenswerteste an dem Projekt ist die Teilnahme der ganzen Klasse und nicht einiger ausgewählter Kinder, da die Singepause in den bestehenden Unterrichtsablauf eingebettet ist. Alle Schüler der Dinoklasse nehmen gerne und lebhaft teil, viele Kinder trauen sich, vor der ganzen Klasse vorzusingen, sowie Rhythmen oder Melodien zu erarbeiten. Auffällig ist auch die allmähliche Entwicklung hin zu klangschönen Kinderstimmen und inneren Klangvorstellungen von Intervallen. Oft fiebern die Kinder neuen Tönen und Rhythmen entgegen und singen spontan auf dem Schulhof in der Pause. Dabei lernen sie immer besser, sich gegenseitig zuzuhören.

Auch Klassenlehrer Christoph Groß ist von der Singepause begeistert und berichtet von einer positiven Auswirkung auf die Stimmung in der Klasse und den Umgang der Schüler untereinander. „Ich freue mich auf Donnerstag, da lernen wir wieder neue Töne bei Frau Stolze“, lautet das Fazit einer Schülerin der Dinoklasse. So wird also auch am nächsten Donnerstag in der Norbertusschule ein fröhliches „Guten Morgen Frau Stolze“ erklingen.