Schulprogramm


„Kinder sind Gäste, die
 nach dem Weg fragen“

Pädagogische Zielsetzung

In der Norbertusschule werden Kinder unterschiedlicher Nationen und Religionen auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne und des Artikels 7 der Landesverfassung NRW unterrichtet und erzogen:

„Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung. Die Jugend soll erzogen werden im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und Friedensgesinnung.“

Auf der Basis des Artikels 7 unserer Landesverfassung und in dem Bewusstsein, dass Schule neben ihrem Bildungs- immer umfassender ihren Erziehungsauftrag wahrzunehmen hat, weil sie nicht (mehr) allein Ort der Wissensvermittlung sondern zunehmend ein Platz ist, an dem junge Menschen zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erzogen werden müssen, möchten wir die uns anvertrauten Kinder ein Stück auf ihrem Weg begleiten.

Dabei wird Wert darauf gelegt, dass bei diesen Grundsätzen der Erziehung alle Kinder und Eltern (gleich welcher Herkunft) mit allen Rechten und Pflichten einbezogen werden.

Die Grundschule ist die gemeinsame Eingangsstufe aller Kinder in das Bildungssystem. Unsere Schule muss daher Grundstein für die schulische Laufbahn der Kinder sein. Wir müssen deshalb

  • alle Schüler unter Berücksichtigung ihrer Persönlichkeitsentwicklung gleichermaßen fördern,
  • grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse in Form und Inhalt so vermitteln, dass sie den individuellen Lernmöglichkeiten und Erfahrungen der Kinder angepasst sind,
  • durch fördernde und ermutigende Hilfe Grundlagen für die weitere Schullaufbahn schaffen und angemessen Hilfen bei der Wahl der weiterführenden Schule anbieten,
  • die Lernfreude der Schüler erhalten und fördern

 

Die Förderung der Sozialkompetenz der uns anvertrauten Kinder ist uns besonders wichtig. Durch das Erleben und Mitgestalten des Lebens in der Schulgemeinschaft, das durch viele gemeinsame Aktivitäten und Projekte im Jahreskreis (Link) gekennzeichnet wird, erfahren die Schüler/innen ihre Schule als einen facettenreichen und freudvollen Lern- und Lebensraum.

Die Schuleingangsphase

In der Norbertusschule werden die Schüler/innen des 1. und des 2. Jahrgangs gemeinsam, also jahrgangsübergreifend unterrichtet.

Bereits am  Einschulungstag werden die Lernanfänger/innen von ihren künftigen Klassenkamerad/inn/en als Patenkinder empfangen.

Während des Schuljahres 2004/05 wurden die Schüler/innen in den Fächern Mathematik und Deutsch ausschließlich in jahrgangshomogenen Kursen unterrichtet. Dieses Übergangsmodell wurde zum Schuljahr 2005/06 zu Gunsten einer ruhigeren und stärker an den Lernbedürfnissen der Schüler/innen orientierten Vormittagsgestaltung beendet. Die Kinder werden nun abgesehen von Phasen äußerer Differenzierung zum Zwecke der Förderung durchgängig in jahrgangsgemischten Gruppen unterrichtet.
Auch gleichaltrige Kinder haben nicht den gleichen Entwicklungsstand, gleiche Stärken und Schwächen.
Jahrgangsübergreifender Unterricht erfordert den Einsatz vielfältiger Arbeits- und Sozialformen ebenso wie Methodenkompetenz sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite.
Alle Schüler/innen lernen gemeinsam, miteinander und voneinander aber auf unterschiedlichem Niveau.

Offene Arbeitsformen wie Wochenplanunterricht, Stationenlernen und Werkstattunterricht finden durchgängig Anwendung.
Durch innere Differenzierung z. B. innerhalb eines Arbeitsplans, der Aufgaben auf unterschiedlichem Lernniveau bereitstellt, aber auch durch äußere Differenzierung ist gewährleistet, dass alle Kinder ihrem persönlichen Leistungsstand entsprechend gefördert werden.
Die individuelle Lernentwicklung wird mit Schülerbegleitbögen und/ oder Förderplänen begleitet, die auf der Basis eines Einschulungsspiels entwickelt und beständig fortgeschrieben werden.

Die Methode „Lesen durch Schreiben“ ermöglicht es den Lernanfängern in kurzer Zeit über ein großes Buchstabenrepertoire zu verfügen, das sie zum Schreiben eigener lautgetreuer Texte benutzen können.
Diese Vorgehensweise des Lese- und Schreiblehrgangs lässt die Kinder in jahrgangsübergreifenden Gruppen schnell an gemeinsamer Textproduktion mitarbeiten. Die Neugestaltung der Schuleingangsphase ermöglicht es den Kindern, diese Phase ihrer individuellen Lernzeit entsprechend in einem, zwei oder drei Jahren zu durchlaufen.

 

Schule und Betreuung haben ein pädagogisches Gesamtkonzept

Die Norbertusschule ist eine Gemeinschaftsgrundschule, in der Jahrgang 1 und 2 jahrgangsübergreifend geführt werden. Die damit gemachten Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich durch diese Art des Unterrichts vielfach Heterogenität bezüglich sozialer Herkunft, Leistungs- und Lernvermögen gut ausgleichen lassen. Über- und Unterforderungen der Kinder werden weitestgehend vermieden durch individuelle Förderangebote im Unterricht und bei den Hausaufgaben.

Nach 10jähriger Erfahrung mit der Maßnahme „Schule von 8 bis 13 Uhr“ ist die Norbertusschule 2006 eine „offene Ganztagsschule“ geworden.

Seit 2006 können die Eltern nach den persönlichen Erfordernissen entscheiden, ob sie ihr Kind

  1. in der Maßnahme verlässliche Schule von 8 bis 13 Uhr anmelden
  2. in die offenen Ganztagsschule zur Betreuung bis 16 Uhr geben
  3. in den unterrichtsfreien Zeiten des Tages einschließlich Hausaufgabenbetreuung in der häuslichen Umgebung versorgen können.

In der Betreuung sorgen Spiel-, Bewegungs- und wechselnde Kreativangebote im Vormittagsbereich für Abwechslung. Das im Schulprogramm verankerte Sozialkompetenztraining wird in der Betreuung fortgeführt. Förderstunden für begabte und lernschwache Kinder aus dem Ganztag finden im Vormittagsbereich im Anschluss an den Unterricht statt und werden von Lehrern der Schule übernommen.

Ganztagskinder werden im Nachmittagsbereich während der Hausaufgaben durch Lehrer der Schule und Fachpersonal der Betreuung motiviert und gefördert. Die Kursangebote nach den Hausaufgaben fördern spielerisch auf vielfältige Weise Konzentration, Kreativität, Bewegung und Sozialkompetenz.

 

Kooperationspartner für die Betreuung

Seit 1996 ist der VBKN (Verein zur Betreuung von Kindern der Norbertusschule) Kooperationspartner der Stadt Arnsberg für die Organisation der Betreuung. Freispielangebote, Hausaufgaben und Kurse werden von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt.